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Samstag, 22. Juli 201719:04  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 



Abbas bricht Kontakte zu Israel ab - Aufgrund des Streits um den Tempelberg in Jerusalem hat der Palästinenserpräsident alle Beziehungen zu Israel aufgekündigt. - Dunja Ramadan - Und wieder ist sie zu hören, die Parole, die schon in der Ersten und Zweiten Intifada die Massen antrieb: "Mit unserer Seele und unserem Blut werden wir die Al-Aksa-Moschee verteidigen", rufen Hunderte Palästinenser, während sie durch die Altstadt von Ostjerusalem ziehen.

Wegen der verschärften Kontrollen am Jerusalemer Tempelberg hat die Palästinensische Autonomiebehörde die diplomatischen Beziehungen zu Israel eingefroren. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte am Freitag, die Beziehungen würden erst dann wieder aufgenommen, wenn Israel die Sicherheitsmaßnahmen wieder aufhebe. Am Freitag hatte es wegen der zusätzlichen Kontrollen schwere Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften gegeben. >>>



 Jerusalem: Muslime strömen zum Freitagsgebet und protestieren gegen Auflagen am Tempelberg


 


 

Darum geht es bei der Tempelberg-Krise - Nach dem Freitagsgebet eskalierte in Israel die Gewalt, sechs Menschen starben. Woran entzündete sich die Wut? Und welche Folgen haben die blutigen Unruhen? >>>

 


Unruhen in Jerusalem: Palästinensische Christen stellen sich hinter die Muslime



 

Botschafter Salah Abdel Shafi: Lage in Jerusalem droht zu eskalieren  - 21 Jul 2017 - Die derzeitige Situation in Jerusalem veranlasst zu großer Sorge. Seit heute hat sich die Lage dramatisch verändert und ist kurz davor, zu eskalieren.

Die neuen Maßnahmen von Seiten Israels in Bezug auf den Zugang zum drittwichtigsten Heiligtum des Islams, dem Al Haram al Sharif und der Al Aqsa Moschee, zu denen Metalldetektoren und der eingeschränkte Zugang zum Areal für Männer nur über 50 Jahren gehören, haben den Status Quo grundlegend verändert.

Die Proteste gegen die neuen Maßnahmen breiteten sich von Jerusalem ausgehend landesweit aus, so kam es bereits auch in Hebron, Bethlehem, Ramallah und Gaza zu Auseinandersetzungen der palästinensischen Bevölkerung mit dem israelischen Militär. Bisher wurden mehr als 100 Personen (Stand: 21.07.2017; 14:18 Uhr) verletzt, viele darunter schwer, ein 17-jähriger Palästinenser aus Jerusalem erlag heute seinen Verletzungen.

„Wir fordern die Weltgemeinschaft in aller Dringlichkeit auf, einzugreifen und Israel dazu zu bringen, die Kontroll-Maßnahmen am Al Haram al Sharif sofort zu unterlassen, um die Lage zu beruhigen“, so Salah Abdel Shafi, Botschafter der Vertretung des Staates Palästina in Wien. „Zudem muss der unverhältnismäßig gewalttätigen Reaktion von Seiten Israels auf überwiegend friedliche Proteste der palästinensischen Bevölkerung sofort Einhalt geboten werden.“ >>>

 

 

Quelle facebook - Um die Bilder zu vergrößern, dass Bild anklicken.

Gesetzesentwurf macht Unterstützung für BDS zu einem bundessweiten Verbrechen (federal crime) und sendet Schockwellen durch die progressive Community - Philip Weiss - 20.07.2017 - Für Menschen, die den israelisch-palästinensischen Konflikt verfolgen, gibt es (im Augenblick) nur eine Geschichte in den Nachrichten, und das ist der gestrige Bericht von Glenn Greenwald und Ryan Grim auf The Intercept über ein neues Gesetz im Kongress, das Unterstützung für Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen (BDS) kriminalisiert.

Der Gesetzesentwurf ist ein derart krudes Beispiel für die Übergriffigkeit der Israel-Lobby, dass es sicher ist, dass Querschläger des Berichts von Greenwald und Grim Querschläger auf ihre Unterstützer in der Demokratischen Partei nach hinten losgehen:
Aber jetzt möchte eine Gruppe von Senatoren – 43 Republikaner und 14 Demokraten – ein Gesetz durchsetzen, das aus der Unterstützung des internationalen Boykotts, der zum Protest gegen die jahrzehntelange israelische Besatzung Palästinas gestartet wurde, ein Kapitalverbrechen macht.


Die zwei hauptsächlichen Paten des Gesetzes sind der Demokrat Ben Cardin von Maryland und der Republikaner Rob Portman von Ohio. Der schockierendste Aspekt ist wahrscheinlich die Bestrafung: Jedem, der sich schuldig gemacht hat die Verbote zu übertreten, droht eine Zivilstrafe von mindestens $250.000 und eine strafrechtliche Höchststrafe von $1 Million sowie 20 Jahre Haft.


Die vorgeschlagene Maßnahme, das sogen. Israel Anti-Boycott Act wurde von Cardin am 23. März eingebracht. Die Jewish Telegrafic Agency berichtet, dass der Gesetzesentwurf "unter Mithilfe des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) aufgesetzt worden ist". AIPAC hat in seiner Agenda der Lobbyarbeit für 2017 tatsächlich die Verabschiedung dieses Gesetzes als eines seiner vordringlichen Prioritäten für 2017 bezeichnet.


Zu den Mitunterstützern des Gesetzes gehören der führende Demokrat in Washington, Minderheitsführer Chuck Schumer, seine New Yorker Kollegin Kirsten Gillibrand und mehrere liberalere Senatsangehörige wie Ron Wyden von Orgeon, Richard Blumenthal von Connecticut und Maria Cantwell von Washington.


Es gibt eine ähnliche Gesetzgebung im Haus, die auch von liberalen Helden unterstützt wird. Das ACLU (American Civil Liberties Union) hat sich gegen dieses Gesetz gestellt und schreibt: ACLU hat an Senatsangehörige geschrieben und sie aufgefordert, sich einer Unterstützung des Israel Anti-Boycott-Act (H.R. 1697/S.720) zu widersetzen und davon Abstand zu nehmen. Die Auswirkungen des Gesetzes würden angesichts des Schutzes der freien Meinungsäußerung, der im First Amendement verankert ist, moralisch nicht zu vertreten (anti-ethical) sein. Wir fordern die Mitglieder auf, sich gegen das Gesetz zu stellen, sollte es keine signifikanten Änderungen geben.


The Intercept betont, dass es von ACLU mutig war, sich gegen das Gesetz zu stellen – "Sogar die mutigsten Organisationen vermeiden oft beharrlich Kontroversen bezüglich Israel" – und hat dann liberale Kongressleute gefragt, ob sie die Position von ACLU akzeptieren.


The Intercept hat auch dokumentiert, dass ein führender Unterstützer, Ben Cardin, keine Ahnung hatte, was in dem Gesetzesentwurf steht, und  "insbesondere darauf bestanden hat, dass es keine strafrechtlichen Saktionen enthält". (Es gibt ein Aufnahme von einem Interview von Cardin.)


Was ich zu dieser Geschichte beitragen kann: BDS ist eine gewaltfreie Bewegung, die Druck auf Israel ausüben will, damit es die Menschenrechte der Palästinenser respektiert; es entstand vor 12 Jahren von palästinensischen Aktivisten, nachem Regierungen einen solchen Druck auf Israel nicht ausgeübt haben. Nein, es gab keinen Druck auf die israelische Seite, was auch dieser Gesetzesentwurf zeigt. Israel widersetzt sich BDS vehement, weil BDS effektiv gewesen ist; es übt Druck auf Israel aus und arbeitet weltweit an der Änderung der israelischen Politik. [...]Benjamin Netanyahu hält Vortäge, in denen er BDS immer wieder als eine existenzielle Bedrohung (Israels) verleumdet. Denn er weiss, dass BDS geholfen hat das Apartheid -Südafrika zu Fall zu bringen. Und wenn irgendetwas ankündigt, dass der Kampf Südafrikas über Israel in die USA gekommen ist, hier ist er.


Der Gesetzesentwurf ist die Arbeit der Israel Lobby. Er wurde von einer ihrer führenden Gruppen ausgearbeitet, von AIPAC – "einer der mächtigsten und gefährlichsten Lobbykräfte im Land", wie Intercept sagt. Greenwald und Grim sprechen dieses Thema, das für Amerika von Interesse ist, an >>>

 

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 Die deutsche Regierung beobachtet mit großer Sorge die illegalen Siedlungen in Jerusalem - 20.7.  2017 - Die deutsche Regierung hat ihre Sorge über Israels illegale Siedlungserweiterung-Pläne in Ost-Jerusalem angesehen.

Das deutsche Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, die besagt, dass sie „mit großer Sorge beobachtet“, wie sich Israel den palästinensischen Stadtteilen rund um Jerusalem nähert. Die deutsche Regierung mit fast jedem Land auf Erden , einschließlich der US, sieht die illegalen Siedlungen als ein direktes Hindernis für Frieden und als Verletzung des Internationalen Gesetzes.

„Die Frage ist, wie konnte die israelische Regierung angesichts dieser Situation der US-Regierung und anderen internationalen Akteuren erlauben auf eine Lösung des jahrzehntelangen Konfliktes hin zu arbeiten,“ fügte der außenminister am Montag, den 10.Juli hinzu.
Die Deutsche Regierung äußerte ihre Bedenken, nachdem Israels Minister des Geheimdienstes Yisrael Katz eine Gesetzesvorlage über Groß-Jerusalem unterstützt, nach der fünf große israelische Siedlungen Jerusalem angeschlossen und 100 000 Palästinenser aus dem Stadt-Census entfernt werden sollen.

Nach der Einreichung der Gesetzesvorlage am Montag den 10. Juli erklärte Katz, dass das Hinzufügen von Groß-Jerusalems-Vororten an Jerusalem den Status der Stadt stärken wird: als ewige, vereinigte und vollständige Hauptstadt Israels. Und dies wird eine klare Botschaft an jeden schicken, der die Verbindung des jüdischen Volkes mit Jerusalem unterminieren will oder „Jerusalem gehört dem jüdischen Volk“ in Frage stellt.

Die israelischen Siedlungen sind eine direkte Verletzung des Internationalen Gesetzes, das Ost-Jerusalem als Hauptstadt des zukünftigen palästinensischen Staates bestimmt ist. Am 30. Juli 1980 bestätigte die israelische Knesset offiziell das „Jerusalem-Gesetz“, das behauptet, die Stadt sei „die komplette und vereinigte Hauptstadt Israels“.
Aufsässig gegenüber dem Internationalen Gesetz und gegenüber der internationalen Gemeinschaft hat die israelische Regierung zehntausende von Wohnungseinheiten allein in den letzten 12 Monaten genehmigt.         Quelle        (dt. E. Rohlfs)

Israels Experiment an Menschen in Gaza - Gideon Levy, 17.7. 2017 - Ein Experiment:  Was geschieht 2 Millionen Menschen, wenn sie die ganze Zeit fast keinen Strom haben? - Eines der größten je ausgeführten Experimente, in dem Menschen eine Rolle spielen,  fand direkt vor unsern Augen statt - und die Welt schwieg. Das Projekt  ist auf seinem Höhepunkt - und die Welt zeigt kein Interesse.

Dieses Experiment an Menschen, von keiner der internationalen wissenschaftlichen Institutionen gebilligt, deren Aufsichtsführung durch die Helsinki-Erklärungen erforderlich ist, sucht das menschliche Verhalten in extremen Stress-Situationen und Entbehrungen zu überprüfen.

Die Versuchsgruppe besteht nicht nur  aus ein paar oder Dutzenden oder Hunderten, noch aus Tausenden oder Hundert Tausenden Menschen. Die Versuchs-Bevölkerung schließt nicht weniger als zwei Millionen Menschen ein.

Bis jetzt haben sie den Test erstaunlich gut  überstanden. Während innerhalb des Druckkochtopfes, in dem sie eingeschlossen sind,  einige  Turbulenzen offensichtlich sind, ist er noch nicht explodiert. Der Gazastreifen wird beobachtet, um zu sehen, wann und in welcher Form er letztlich  explodiert.  Dies scheint nur  eine Sache der Zeit zu sein.

Wie von Israel, der palästinensischen Behörde und Ägypten präsentiert:  Was geschieht  2 Millionen Menschen, wenn ihnen der Strom  fast die ganze Zeit, Tag und Nacht genommen wird?  Was geschieht im Winter und im Frühling und besonders jetzt bei schrecklicher Hitze des nahöstlichen Sommers?

Dieses Experiment – wie alle solche Experimente – wird in Phasen durchgeführt. Der Frosch wird in Wasser gar gekocht, das so lange erhitzt wird, bis es kocht. – Eine langsame Foltermethode. Quelle      Ellen Rohlfs

Drei Jahre nach dem Krieg von 2014 leben Gazas Bewohner weiterhin obdachlos - Von 11000 im Krieg vollkommen zerstörten Wohnungen ist etwas mehr als ein Drittel wieder aufgebaut. Viele Familien leben noch immer in Zelten. „Ich baute ein Zelt auf, blieb in ihm drei Jahre lang, während wir darauf warteten, dass Gaza wieder aufgebaut wird. Wir leben noch im Zelt. Wir sind noch am Leben, weil es dem Tod nicht gefiel, uns zu holen. Es wäre für uns besser zu sterben, da wir mit weiteren Problemen nicht mehr fertig werden.“ sagte Thaer Al Sheesh, Vater von vier Kindern in Gaza.

Am 8. Juli 2014 entwickelte sich der Konflikt zwischen Israel und Hamas zu einem vollen Krieg, der 1492 palästinensischen und 6 israelischen Zivilisten das Leben kostete. Außerdem wurden 11000 Häuser total zerstört und 160 000 Häuser wurden während der 7 Wochen Krieg beschädigt.

„Die Palästinenser in Gaza warten noch immer darauf, dass ihre Häuser wieder aufgebaut werden. 6300 Familien bleiben obdachlos, also ohne Wohnung, in die sie zurückkehren können, weil es kein Geld dafür gibt,“ sagt NRC Country-Direktor in Jerusalem, Hannibal Abiy Worku.


Abgesehen von den Folgen der Zerstörung des letzten Krieges leiden die Palästinenser in Gaza auch an den Auswirkungen einer zehn-jahrelangen Belagerung, die zu anwachsendem Mangel und Bedürfnissen führt. Wiederaufbau-Bemühungen sind von Einschränkungen sehr begrenzt worden, da Israel zu wenig Baumaterial in den Gazastreifen kommen lässt. Es fehlt aber auch an Geld.

Nach drei Jahren bleiben immer noch 35 000 Leute obdachlos. Die Gazaner Gesellschaft ist am Rand des Zusammenbruchs, da die schweren Strom-Kürzungen alles zum Halten gebracht haben. Die Situation in Gaza ist in den letzten Monaten katastrophal geworden: Kein Strom, Kein Brennmaterial für die Generatoren der Krankenhäuser, für Kläranlagen, Abwasserpumpen und andere Schlüsselanlagen.

Nach einem halben Jahr wurde von den versprochenen Geldern für humanitäre Zwecke nur 30% zur Verfügung gestellt. Das lässt eine Finanzierungslücke von 380 Millionen US$.

„Selbst wenn die nötige Finanzierung bald verfügbar wäre, warten wir auf ein weiteres Jahr, dass gebaut werden kann, bevor die obdachlosen Familien in wieder ihre Wohnungen einziehen können,“ sagt Worku

Die umanitäre Hilfe ist den Beschränkungen der israelischen Belagerung ausgesetzt und ist nicht genug, um Familien zu helfen, die aus dem Kreis von Hilfsabhängigkeit gefallen sind. Alle Parteien werden ermutigt, die Unterschiede mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zu überwinden. Als unmittelbare Maßnahme um humanitäre Bedürfnisse anzusprechen, sollte Unterstützung auf Dauer für wesentliche Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unterkunft, der Gesundheit, des Wassers und der sanitären Einrichtungen gegeben werden.       Quelle            (dt. Ellen Rohlfs)

Power cuts put lives of Gaza kidney patients in danger - Charlotte Silver - The Gaza Strip’s healthcare system is failing amid an ongoing electricity crisis that has seen the territory’s two million people forced to cope with just a few hours of power a day amid sweltering summer temperatures.

In June, Israel began sharply reducing the electricity supply to Gaza – a step human rights groups said was illegal, since Israel, as the occupying power, is responsible for the welfare of the civilian population.

This came after the Palestinian Authority drastically reduced electricity payments to Israel, as part of its effort to squeeze Hamas, the political movement that is the de facto government in Gaza.

Gaza’s power has in the past months dropped from eight hours a day to just three or four, with periods when it has fallen even lower.

Three months prior to that, the PA began restricting transfers of vital medicine to Gaza, according to health authorities in the territory.

Ashraf al-Qidra, the spokesperson for Gaza’s health ministry, told Reuters the PA reduced shipments of medicine for cancer and cystic fibrosis by 35 percent in March.

The shortage of power and medicine is taking its toll on the most vulnerable people.

Health officials estimate that 320 people in Gaza have cystic fibrosis, an incurable inherited lung disease that is life threatening without specific medicine and regular hospital treatments >>>

Mit diesem Mail erhalten Sie einen Brief, der von Frauen in Schwarz (Wien) an den ORF (Ö1) gesandt wurde, und die ignorante, aus oberflächlichen Floskeln bestehende Antwort darauf, die nicht einmal auf das Hauptanliegen, nämlich das Verschweigen der hoffnungslosen Lage der Palästinenser im Gazastreifen, einging. Im Wissen um das Leid der Menschen in Gaza muss das als Hohn empfunden werden. Machen Sie sich selbst ein Bild!

 

Leserbrief der Frauen in Schwarz (Wien) vom 17.7.2017 - "Berichterstattung, Nachrichten, Sonntag, 8 Uhr, Ö1" - Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Redaktion,

Es war lobenswert, dass die österreichischen Nachrichten über den Mord an tausenden französischen Juden durch das Nazi Regime vor 75 Jahren berichtet haben, und über die Veranstaltungen, die in Frankreich am Sonntag stattgefunden haben. Österreich war ja an der Vertreibung und Tötung von Millionen von Juden in den Jahren von 1938 - 1945 maßgeblich beteiligt - ein Verbrechen das nicht vergessen werden kann noch soll.

Leider haben sich die Franzosen nie offiziell für die 1.5 Millionen Opfer der algerischen Besatzung noch für die ca. 45.000 Algerier die gleich nach dem Ende des Nazi Regimes getötet wurden entschuldigt, nachdem ihre Unabhängigkeit von Frankreich versprochen wurde.

Ich war schockiert am Abend im Fernsehen die Umarmung Binyamin Netanyahus mit dem "progressiven" neuen Präsidenten Frankreichs Macron sehen zu müssen. ​Eigentlich ist es ein Hohn für den Holocaust und seine Opfer, dass Netanyahu ihn derart politisiert, wenn man weiss, wie schlecht Israel seine Holocaust Opfer behandelt. (Siehe Link zu Haaretz und Telegraph Artikel über Holocaust Opfer in Israel, die unter der Armutsgrenze leben).

http://www.haaretz.com/jewish/holocaust-remembrance-day/.premium-1.651572
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/israel/12122754/Tens-of-thousands-of-Israeli-Holocaust-survivors-are-living-in-abject-poverty.html

Netanyahu, ist für die mörderische Politik seines Landes, und den Tod von zahllosen Palästinensern verantwortlich. Wir erleben jetzt die tödliche 10jährige Abriegelung des Gaza-Streifens, die Kollektivbestrafung von 2,000,000 Menschen (darunter ca. 900,000 Kinder und Jugendliche), die zum großen Teil entweder selber 1948 von Palästina durch die Gründung Israels nach Gaza flüchten mussten oder deren Nachkommen. Das sind Menschen, die ein Recht hätten nach UNO Resolution 194 in ihr Heimatland zurückzukehren. Durch diese unmenschliche Abriegelung können - nach neuesten Berichten von „Ärzte für Menschenrechte in Israel“ - 270 Artikel von notwendiger medizinischer Ausrüstung für Behandlungen, ein Drittel aller notwendigen Medikamente, nicht in den Gaza Streifen gelangen. Zehntausende Patienten sind davon betroffen. Besonders Leidtragende sind Krebspatienten, Dialysepatienten, Patienten mit Cystis fibrosis, Frühgeborene, Säuglinge mit Entwicklungsproblemen. Operationen sind wegen der neuesten drastischen Stromkürzungen unmöglich.

Im Moment hat Israel den Strom im Gaza Streifen auf 2 Stunden pro Tag gekürzt. Diese Nachrichten bringt Ö1 leider nicht. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, was das für die Bevölkerung Gazas bedeutet. Wir hören schon von zahllosen Selbstmorden. Scheinbar ist dies für den ORF nicht der Rede wert.

Daniel Barenboim hat am 7. Juni d.J. einen Artikel in der israelischen Zeitung Haaretz veröffentlicht, in dem er u.a. schrieb: "…Europa, dessen Antisemitismus zum Holocaust führte, hat eine moralische und historische Verantwortung auch den Palästinensern gegenüber, welche immer noch unter den Konsequenzen leiden…"

DIESE Verantwortung hat der ORF bis heute nicht erfüllt, was für die Zukunft und zukünftige Generationen von Österreichern wieder zu einer großen historischen Last führen wird.

Freie Berichterstattung heißt nicht, auszuwählen von welchen Orten der Erde und Ereignissen die Zuhörer erfahren sollen, sondern alles und der Wahrheit gerecht zu berichten. Ö1 wäre doch d e r Sender, der dafür die geeigneten, kompetenten Mitarbeiter und Kapazitäten hat. Wie lange sollen kritische, bewusste Hörer noch enttäuscht werden?

Mit freundlichen Grüßen, Paula Abrams-Hourani - Mitglied, European Jews for a Just Peace - Mitglied, Frauen in Schwarz (Wien)



Antwort seitens Ö1 vom 18.7.2017 - "Berichterstattung, Nachrichten, Sonntag, 8 Uhr, Ö1"

Sehr geehrte Frau Abrams-Hourani, vielen Dank für Ihr E-Mail.

Zunächst einmal herzlichen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, uns zu schreiben. Wir bemühen uns Tag für Tag in den Nachrichten und Journalen von Ö1, die vom Publikum gewohnte hohe Qualität der Berichterstattung aufrecht zu halten und zielgruppenadäquat auszuwählen und zu präsentieren. Unsere Auswahlkriterien lauten Nähe, Nutzen und Neuigkeit, es geht immer um die Relevanz von Information. Manchmal unterscheidet sich unsere öffentlich-rechtliche Berichterstattung von der individuellen Publikumserwartung. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Dennoch wollen wir Ihnen versichern, dass wir Ihre Anregung zu der fehlenden Berichterstattung über die Behandlung der Holocaustopfer in Israel der Ö1 Nachrichtenredaktion zur Kenntnis gebracht haben.

Freundliche Grüße Agnes Kraft

Europa ist verrückt - Uri Avnery - 22. 7. 2017 -  GEORG SOROS, der amerikanische Multi-Milliardär, verursacht Benjamin Netanjahu eine Menge Probleme.

In diesem besonderen Augenblick braucht Netanjahu keine Probleme. Eine riesige Korruptions-Affäre, die  deutsche Unterseeboote betrifft, kriecht langsam und unaufhaltsam  auf ihn zu.

Soros ist ein ungarischer Jude, ein Holocaust-Überlebender. Die ungarische, regierende  Partei hat sein Gesicht in ganz Budapest mit einem Text übermalt, der kaum seine antisemitische Absicht verbirgt. Soros Sünde ist seine  Unterstützung für Menschenrechtsorganisationen in seiner früheren Heimat. Er macht dasselbe in Israel, wenn auch in viel kleinerem Maßstab.  Netanjahu mag ihn auch deshalb nicht.

Dies hat eine sehr schwierige Situation geschaffen. Netanjahu  war dabei, Budapest zu besuchen, um seinen ungarischen Kollegen Victor Orban, zu treffen, der verdächtigt wird, ein sanfter Antisemit zu sein.  Netanjahu betrachtet ihn als Seelenverwandten vom Rechten-Flügel.

Die ungarische jüdische Gemeinde  regte sich auf.. Sie verlangte, dass Netanjahu seinen Besuch absagt, bis die Soros-Plakate entfernt worden sind. Schließlich waren die meisten – aber nicht alle – Plakate tatsächlich abgenommen worden, und Netanjahu traf sich mit Orban.  Aber die ganze Episode zeigte, dass die Interessen  des Staates Israels und die Interessen der jüdischen Gemeinden in aller Welt nicht automatisch identisch sind, wie  Zionisten uns gerne glauben machen würden.

ES GAB vor dem ungarischen Treffen noch einen anderen Vorfall. Ein paar Tage vorher hatte Orban bei einer öffentlichen Veranstaltung Admiral Miklos Horthy, den   Führer des ungarischen Staates während des 2. Weltkrieges gelobt, als Ungarn mit Nazi- Deutschland zusammenarbeitete wie ganz Ost-Europa (abgesehen von Polen, das besetzt war).

Wie konnte Orban Horthy am Vorabend von Netanjahus Besuch loben? Tatsächlich ist Horthys Rolle noch heiß umstritten. Ein selbst erklärter Antisemit und als eine rätselhafte Person gelang es ihm, was keinem anderen europäischen Führer gelang: er rettete viele hundert Tausende von Juden, indem er Hitler nicht gehorchte und ihn betrog. >>>

Israel Uber Al  - Paul Craig Roberts - 20. 7.  2017 - Anyone who does not understand that Israel owns the US Congress needs to read Glenn Greenwald’s article: http://www.informationclearinghouse.info/47480.htm

Anyone who does not understand that Israel owns the Western media needs to read “The Brutal Realities of Israel’s Iron-fisted Occupation,” by Dennis J. Bernstein and John Pilger: http://www.informationclearinghouse.info/47481.htm

Israel also owns the evangelical Christian churches: https://www.breakingisraelnews.com/90113/love-christians-touted-strategic-asset-israel-major-policy-conference/#llF5jLOlcuJLAYtZ.97

“The [media organization] that produces the most refined propaganda is the BBC. CNN and the others are just cruder versions. Any truth about Israel/Palestine or, more generally, the Middle East is not going to come from the mainstream media. Those of us who know this should stop beating our heads against a brick wall, asking why they don’t tell the truth. That’s not what they’re there for.” –—Documentary film-maker John Pilger

 

 

 

 

 

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Nachrichten - Berichte


 

Tempelberg-Unruhen- Drei Tote und 400 Verletzte in Jerusalem

 

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Israels Polizei verbietet Männern unter 50 Zugang zum Tempelberg

 

Kontrollen an wichtigem Tempelberg- Nach blutigen Protesten- Erdogan verurteilt "exzessive" Gewaltanwendung Israels

Auszeichnung für den Verein "PalMed Deutschland"
Im Rahmen des Forums Zukunft im Baden-Badener Kulturzentrum „LA 8“ ist gestern der fünfte Buscher-Media-Zukunftspreis an das „Deutsch-Palästinensische Ärzteforum“, kurz „PalMed Deutschland e.V“., vertreten durch Dr. Ashraf Dada, verliehen worden. Die Laudatio hielt der aus dem Fernsehen bekannte Nahost-Spezialist Dr. Michael Lüders.

Victims of Abbas’ Gaza Travel Restrictions Raised to 20
 

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Israeli sources- Three Israelis allegedly fatally stabbed in settlement colony

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Army Injures Twenty Palestinians, Including Six Medics, In Gaza

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (13 – 19 July 2017)

At least 2 Israelis killed in settlement stabbing attack, assailant shot

Two Million Gazans Swelter in the Dark
 

When Gaza has no power, we all swim in sewage

J Street, a Reliable Foe of BDS, Urges Congress to Oppose Israel Anti-Boycott Act For Now
 

National movement to silence BDS disguises itself in MA legislature as ‘No Hate in Bay State’ act

22. 7. 2017

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Video of Al-Aqsa attack made public as Adalah calls for release of Palestinians' bodies



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Israel - Verstärkte Armeepräsenz vor Freitagsgebeten

 

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Das Oberrabbinat in Israel hat zwei Listen veröffentlicht: Auf einer stehen die Namen der Rabbiner, deren Konversionen anerkannt werden. Auf der anderen, der schwarzen, stehen die Namen der Nicht-Anerkannten. Diese Einteilung hat massive Folgen für die Einbürgerungspolitik Israels.

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Israeli Soldiers Abduct Six Palestinians In Hebron, One Near Jenin

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Army Abducts Two, Injures Several Others, In Bethlehem

PPS- “Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Bethlehem, Nablus And Jenin”

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The children of Nabi Saleh in Israeli prisons- a conversation with Bassem Tamimi

20. 7. 2017

Israel sperrt Tempelberg für nichtmuslimische Besucher
 

Jerusalem: 50 Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

PPS- “Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Bethlehem, Nablus And Jenin”

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Israeli Soldiers Abduct Three Palestinians In Hebron

Israeli Soldiers Injure Sixteen Palestinian In Al-‘Ezariyya

Army Injures 34 Palestinians, Attack Ambulances And Medics, In Jerusalem

Palestinians in West Bank, Gaza demonstrate in support of Al-Aqsa

Israeli bill aimed at preventing Jerusalem's division passes reading in Knesset

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